
Umweltschutz hat bei Steilmann einen hohen Stellenwert: Bereits 1995 führte Steilmann im Hinblick auf die Zielsetzungen des EMAS (Eco- Management and Audit Scheme der Europäischen Union) ein Umweltmanagement-System ein. Es ist Teilbereich unseres übergreifenden Management-Systems und sichert den betrieblichen und produktintegrierten Umweltschutz. Unser Umweltmanagement folgt einem ganzheitlichen Ansatz, der die Mitarbeiter in den Prozess kontinuierlicher Verbesserungen einbezieht.
Die konzernweite Durchführung der Umwelt- Aktivitäten und - Aufgaben wird vom Steilmann Umweltressort geleitet und koordiniert.
Welche Standards setzen wir im Bereich der ökologischen Produktsicherheit? Wie hat sich der Umweltschutz bei Steilmann entwickelt? Was verstehen wir unter Umweltpolitik? - All das erfahren Sie auf den folgenden Links.
Ökologische Produktsicherheit
Die Unternehmen der Steilmann Gruppe liefern ausschließlich Bekleidung, die den gesetzlichen Produktanforderungen für die Herstellung von Bedarfsgegenständen in Deutschland entspricht. Darunter fallen folgende Punkte:
Dazu zählt ebenso selbstverständlich, dass wir die Vorschriften für die Rohstoffgehaltsangabe von Textilien aus dem Textilkennzeichnungsgesetz einhalten.
Es geht weiter. Denn kontinuierlich überprüfen wir unsere gesamte Produktpalette über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus: Und dabei arbeiten wir mit eigens entwickelten ökologischen Qualitätsstandards. So sichern wir, dass jeder Mitarbeiter der Steilmann Gruppe auf dem neuesten Stand unserer strengen Bewertungskriterien ist. Die zweite Säule unseres Qualitätssicherungssystems bildet der Steilmann-Artikelpass, der bereits seit über acht Jahren eingesetzt wird. Beide Instrumente sind an den Öko-Tex Standard 100 angelehnt. In einzelnen Anforderungen gehen sie auch darüber hinaus.
So prüfen wir jeden Einkauf von Ober- und Unterstoffen, Accessoires und mehr auf unsere ökologischen Qualitätsstandards, damit ein Artikelpass ausgestellt werden kann.
Darüber hinaus verzichten wir seit Ende 1994 ganz auf die Verwendung von Nickel in Zutaten und Accessoires.
Es ist eine verantwortungsvolle und zeitintensive Aufgabe, Qualitätsanforderungen zu kommunizieren und sichern. Mit der Entwicklung eines EDV-gestützen Lieferantenbewertungssystems 1999 wurde ein ökologisches und qualitatives Bewertungsschema geschaffen, das unser Lieferantenmanagement enorm unterstützt. Mit artikel- und lieferantenspezifischen, insbesondere humanökologischen Angaben dient dies System dem Sourcing als wichtigste Grundlage. Es hilft dem internen Informationsfluss. Und es optimiert den Einsatz der vorhandenen Ressourcen für die hohen Ansprüche unserer Kunden.
In der gesamten Gruppe verfahren wir nach den gleichen Prinzipien in enger Abstimmung zwischen Geschäftsleitung, Einkauf, Qualitätssicherung und dem zentralen Umweltressort.
Umwelthistorie
Umweltschutz wird bei Steilmann großgeschrieben. Und das nicht erst seit kurzem. Wir können auf nunmehr 15 Jahre Erfahrung und Entwicklung zurückblicken.
Umweltschutz bei Steilmann:
1989
- Beginn der aktiven Umweltschutzarbeit bei Steilmann
1990
- Erforschung der biologischen Abbaubarkeit von Bekleidung
1991
- Gründung des KSI (Klaus Steilmann Institut für Innovation
und Umwelt GmbH) und Entwicklung der umweltpolitischen
Leitlinien für die Steilmann Gruppe
- Gründung des -Arbeitskreises Ökologie- zur Umsetzung
von Umweltschutzmaßnahmen in der gesamten Gruppe
- Erweiterung der Einkaufsbedingungen der Steilmann Gruppe
um ökologische Anforderungen
1992
- Klaus Steilmann wird aufgrund seines umwelt- und
industriepolitischen Engagements in den -Club of
Rome- berufen
- Veröffentlichung des ersten Umweltberichts zur Information
der Öffentlichkeit über die Umweltaktivitäten der Steilmann
Gruppe
- Britta Steilmann sensibilisiert die Öffentlichkeit mit dem Großevent -Awakenings- unter gleichzeitiger Vorstellung
ihrer ersten umweltbewussten Naturfaser und -farben-
Kollektion
1993
- Britta Steilmann stellt die nachhaltig umweltverträgliche
Kollektion -Britta Steilmann - It's one world- vor.
Sie umfasst Jeanswear, Strick und Wäsche
- Klaus Steilmann erhält die Ehrendoktorwürde der Universität
Witten/Herdecke für seine umweltpolitische und strategische
Neuorientierung in der textilen Kette
- Verabschiedung des ersten -Umweltmanagement-Konzepts-
der Steilmann Gruppe
- Entwicklung des ökologischen Qualitätsstandards und des
Steilmann-Artikelpasses
1994
- Veröffentlichung des zweiten Umweltberichts der Steilmann
Gruppe
- Vom Säulendenken zu vernetztem Handeln- fasst als zweites
Buch von Klaus Steilmann wichtige Grundsätze der
Vernetzung von Ökonomie, Ökologie und Sozialem zusammen
- Erste Umweltprüfung nach den Vorgaben der EG-Öko-Audit-
Verordnung am Standort Bochum-Wattenscheid
- Durchführung weltweiter Umweltschulungen für Steilmann-
Lieferanten
- Genereller Verzicht auf den Einsatz nickelhaltiger Accessoires
und Zutaten bei allen durch die gesamte Steilmann Gruppe
hergestellten Produkte
1995
- Gründung des Umweltausschusses der Steilmann Gruppe
- Britta Steilmann wird für ihr ökologisches Engagement mit
dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet
- Ausarbeitung und Implementierung eines
Umweltschutzhandbuches
- Einweihung des unter ökologischen Gesichtspunkten
errichteten neuen Betriebs in Cottbus mit Inbetriebnahme
des ersten Blockheizkraftwerks in der Steilmann Gruppe
1996
- Validierung der Zentrale in Bochum-Wattenscheid nach
den Vorgaben der EG-Öko-Audit-Verordnung durch einen
unabhängigen Umweltgutachter und somit die Genehmigung
zur Nutzung des EG-Öko-Audit-Symbols
- Klaus Steilmann wird zum Vorstandsvorsitzenden der
Earthwatch Deutschland ernannt
- Ausweitung des Angebots von -Britta Steilmann - It's one
world- um Produkte aus pestizidfreier Schurwolle, chlorfreier
Viskose und Hanf
- Publikation des dritten Umweltberichts erstmals mit
Darstellung des Umweltaudits für den Standort Bochum-
Wattenscheid in Form einer integrierten Umwelterklärung
- Umweltpassus wird fester Bestandteil der Steilmann-
Arbeitsverträge
1997
- Cornelia Steilmann wird Geschäftsführerin des Klaus
Steilmann Instituts für Innovation und Umwelt (KSI)
- Cornelia Steilmann erhält den -B.A.U.M.-Umweltpreis-
- Validierung der Steilmann Cottbus GmbH nach der EG-Öko-
Audit-Verordnung
- Steilmann-Zentrale in Bochum-Wattenscheid nimmt
Blockheizkraftwerk in Betrieb
1998
- Beteiligung an der Sauberkeitskampagne -Bochum - mein
Zuhause- und an vielfältigen Aktionen zur Agenda 21
- In Zusammenarbeit mit der Carl Duisberg Gesellschaft
Schulungen von Führungskräften aus Südostasien und
Lateinamerika zu Umweltthemen
1999
- Revalidierung des Standorts Bochum-Wattenscheid nach
der EG-Öko-Audit-Verordnung
- Veröffentlichung des/der aktuellen Umweltberichtes /
Umwelterklärung 1999-2002 der Steilmann Gruppe
- Implementierung von Auszügen des Steilmann-eigenen
-Code of Conduct- in die Lohnveredelungsverträge der Steilmann Gruppe
- Bundespräsident Johannes Rau verleiht Klaus Steilmann den Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt
- Schaffung eines qualitativen Bewertungsschemas für Lieferanten/Lieferantenmanagement (Innovation, Qualität, Ökologie, Schnelligkeit und Preis/Leistung)
- Start des vom Bundesministerium für Bildung & Forschung
geförderten Forschungsprojekts -Von der Ökonische zum ökologischen Massenmarkt im Bedürfnisfeld Textilien- (EcoMTex) - Aufgabe der Steilmann Gruppe ist hierbei die Entwicklung von ökologisch optimiertem Polyester
2000
- Erstellung eines Kriterienkatalogs zur Neuaufnahme von Lieferanten in den Steilmann-Lieferantenpool
- Verstärkter Einsatz verschiedener bereits am Markt
platzierter Öko-Label (Öko-Tex, eco-tex)
- Erstellung der -Erklärung zur Ökologie- und -Erklärung zu
Sozialstandards- zur Ergänzung und Unterstreichung
der Unternehmensphilosophie
2001
- Klaus Steilmann erhält den ältesten deutschen Umweltpreis der Stadt Mönchengladbach, die -Goldene Blume von Rheydt-
2002
- Im Dezember: Präsentation der ersten Ergebnisse des Forschungsprojekts EcoMTex
2003
- Einführung eines neuen Systems zur Müllentsorgung
2004
- Überarbeitung des Lieferantenleitfadens, weitere Verschärfung der ökologischen Anforderungen
- Beschränkung des Lieferantenpools auf 180 Schlüssellieferanten für den Bereich Oberstoff